Strafverfahren gegen Darknet-Händler

Straftaten im Internet können in der Regel nicht aufgeklärt werden, wenn die Täter in verschlüsselten Netzwerken, dem sog. Darknet, agieren. Anders im Fall Philipp K., der dem Attentäter David S. über das Darknet-Forum „Deutschland im Deep Web“ (DIDW) die Waffe für 9 Morde am 22.07.2016 in München verkaufte. Das Landgericht München I verurteilte den 33-jährigen Marburger am 19.01.2018 wegen illegalem Waffenhandel und fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren (vgl. Handelsblatt vom 19.01.2018).

Gebt die Bitcoins frei!

Bitcoins spielen bei Straftaten und deren Ermittlung eine zunehmende Rolle. Sie werden als Zahlungsmittel beim Handel mit Zugangsdaten verwendet. Sie dienen der Verschleierung der Zahlungswege eines Betrugs mit anschließender Geldwäsche. Oder sie sind Tatbeute bei einer Erpressung mit Ransomware. Am Beispiel der digitalen Erpressung wird erklärt, welche Möglichkeiten zur Wiedererlangung der Bitcoins die Ermittlungsbehörden inzwischen haben.

Verfassungsbeschwerde gegen Datenhehlerei

Pressekonferenz am 13.01.2017 (v.l.n.r.): Markus Beckedahl (netzpolitik.org), Christian Mihr (Reporter ohne Grenzen), Dr. Ulf Buermeyer (Gesellschaft für Freiheitsrechte), Prof. Dr. de la Durantaye (Humboldt Law Clinic Internet Law), Jürgen Schmidt (c’t)

Eine Verfassungsbeschwerde soll klären, unter welchen Voraussetzungen es von der Pressefreiheit gedeckt ist, Rechtsbrüche und andere Missstände in Staat, Organisationen und Unternehmen durch investigativen Journalismus (mit dem dazugehörigen Quellenschutz) aufzudecken.

Mit Social Engineering ans Geschäftskonto

ChefSenioren müssen aufpassen, am Telefon nicht auf den Enkeltrick hereinzufallen und in dem erschlichenen Vertrauen Geld an Betrüger zu überweisen. Mitarbeiter von größeren Firmen werden hingegen per Email mit dem Cheftrick – auch CEO Fraud genannt – angegriffen. So konnten gut informierte Täter im August 2016 rund 40 Millionen Euro vom Auto-Zulieferer Leonie AG aus Nürnberg erbeuten, indem sie unter der vorgeblichen Email-Adresse des Chefs wichtige Zugangsdaten von Mitarbeitern erfragten.