Bestandsdaten

Die Staatsanwaltschaft bzw. Polizei kann gespeicherte Bestandsdaten (Name, Anschrift und Geburtsdatum des Anschlussinhabers, Rufnummer, Datum des Vertragsbeginns, Gerätenummer des Mobilfunkgerätes und Anschrift des Festnetzanschlusses, vgl. § 111 Abs. 1 TKG) bei Telekommunikationsunternehmen gem. § 100 j StPO und bei Telemediendiensten gem. § 14 TMG abfragen. Mangels Verifizierungspflicht der Dienstanbieter sind diese Bestandsdaten bei Anbietern kostenloser E-Mail-Konten, sozialer Netzwerke, Chat- oder Messengerdienste in aller Regel nicht werthaltig, da der Nutzer dort keine zutreffenden Angaben hinterlegen muss. Ist jedoch die IP-Adresse bekannt, kann mithilfe der Bestandsdatenabfrage beim jeweiligen Internet-Access-Provider der entsprechende Anschlussinhaber und damit oftmals der Nutzer ermittelt werden.

BVerfG, Beschluss vom 24.01.2012, Az. 1 BvR 1299/05

Dazu ausführlich: Mangelhafter Rechtsschutz bei Auskunft der PIN