Bitcoin

Krypto-Währungen wie Bitcoin werden dezentral, also direkt zwischen den Nutzern und damit unabhängig von Notenbanken, Staaten und Kreditinstituten, und pseudonym gehandelt und sind daher auch für Kriminelle attraktiv. Bitcoins können an Handelsbörsen wie bitcoin.de, coinbase.com oder kraken.com erworben werden.
 
Es handelt sich um eine Kette digitaler Signaturen im Bitcoin-Netzwerk (Safferling/Rückert, MMR 2015, 788, 789; Nakamoto, bitcoin.org/bitcoin.pdf). Bitcoin-Nutzer verfügen über Konten (auch Adressen genannt), die auf öffentlichen Schlüsseln eines asymmetrischen kryptografischen Systems basieren und von den Nutzern selbst in beliebiger Zahl erzeugt werden können (Safferling/Rückert, MMR 2015, 788, 790). Soll ein Bitcoin überwiesen werden, muss eine Transaktion erstellt werden, die im Wesentlichen in der Nachricht besteht, dass ein Bitcoin von einem Konto zu einem anderem zugewiesen werden soll (Schroeder, JurPC Web-Dok. 104/2014, Abs. 10). Dazu muss die Transaktion mit dem zum Konto gehörenden privaten Schlüssel digital signiert werden. Die Schlüsselpaare dienen bei Bitcoin der Autorisierung, nicht der Geheimhaltung der Information (Sorge/Krohn-Grimberghe, DuD 2012, 479, 480; Kütük/Sorge, MMR 2014, 643).
 
Alle Bitcoin-Transaktionen werden in einer öffentlichen Datenstruktur, der sog. Blockchain, gespeichert (Safferling/Rückert, MMR 2015, 788, 790). Die Blockchain ist auf den Rechnern aller Nutzer gespeichert und enthält die gesamte unverschlüsselte Transaktionshistorie seit dem Beginn von Bitcoin. Aus der Blockchain ergibt sich, von welchem Bitcoin-Konto wann welcher Bitcoin-Betrag an welches Zielkonto übertragen wurde. Die Blockchain kann von jedermann z.B. auf
www.blockchain.info eingesehen werden. Es können jedoch keine Rückschlüsse auf die beteiligten Personen geschlossen werden (Nakamoto, bitcoin.org/bitcoin.pdf).