Distributed Denial of Service Attacke

"Seit einiger Zeit gibt es auch vermehrt so genannte "verteilte DoS-Attacken". Dabei kommt anstelle von einzelnen Systemen eine Vielzahl von unterschiedlichen Systemen in einem großflächig koordinierten Angriff zum Einsatz. Durch die hohe Anzahl der gleichzeitig angreifenden Rechner sind die Angriffe besonders wirksam. Im Englischen wird diese Art Angriff als Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriff bezeichnet. Eine DDoS-Attacke ist daran zu erkennen, dass sie deutlich mehr Netzressourcen als der normale Verkehr beansprucht." (Quelle: BSI)

Die Distributed Denial of Service Attacke auf einen fremden Server über ein Bot-Netz ist als Computersabotage gem. § 303b StGB strafbar (Quelle: LG Düsseldorf, Urteil vom 22.03.2011, Az. 3 KLs 1/11).

„Bei DDoS-Angriffen wird eine Unzahl von validen Anfragen an einen Server versandt, wodurch eine derart starke Auslastung dieses Servers erreicht wird, dass er letztlich den Betrieb einstellt. Ist Ziel eines solchen Angriffs beispielsweise die Internetpräsenz eines Unternehmens, hat dies deren zumindest vorübergehende Unerreichbarkeit zur Folge. Die für einen derartigen Angriff benötigte hohe Rechenleistung kann über ein sogenanntes Botnetz bereitgestellt werden. Hierbei handelt es sich um eine Mehrheit von Computern oder anderen mit dem Internet verbundenen Endgeräten, die mit einer Schadsoftware infiziert werden und über einen sog. Command & Control-Server gesteuert werden können.“ (Quelle: Landgericht Köln, Urteil vom 28.07.2017, Az. 118 KLs 4/17, Rn. 13)