Fälschung beweiserheblicher Daten

Pharming bzw. Spoofing sind als Fälschung beweiserheblicher Daten gem. § 269 StGB strafbar.

Indem der Täter eine E-Mail absendet, in welcher er im Namen der Bank spricht und ihr Logo verwendet, in der Unterschriftszeile eine Abteilung der Bank erscheint und zumeist auch die Absenderangabe der E-Mail den Namen der Bank in irgendeiner Form enthält, werden beweiserhebliche Daten gespeichert, in denen die Bank statt der Täter als Aussteller der Erklärung hervorgeht (Heghmanns in: Achenbach/Ransiek/Rönnau (Hrsg.), Handbuch Wirtschaftsstrafrecht, 4. Aufl. 2015, Teil 6 Rn. 161).
Auch die für manipulierte Webseite stellt eine unechte Datenurkunde i.S.d. § 269 StGB dar (Heghmanns, aaO).

Pharming und Spoofing können auch als Verstoß gegen den Identitätsschutz einer Marke gem. § 14 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG strafbar sein.

Verwendet der Täter in der E-Mail den Namen einer Bank oder deren Logo und täuscht eine Kontaktaufnahme durch die Bank vor, um Passwörter des Angesprochenen zu erlangen, liegt - bei entsprechendem Markenschutz - die verbotene Verwendung einer identischen Marke für identische Dienstleistungen vor. Zwar will der Täter gar keine Bankdienstleistung anbieten, doch nimmt der Bankkunde gerade an, seine Bank wende sich an ihn (Ebert-Weidenfeller, in: Achenbach/Ransiek/Rönnau (Hrsg.), Handbuch Wirtschaftsstrafrecht, 4. Aufl. 2015, Teil 11, Kap. 4, Rn. 50).