IP-Adresse

Der Telekommunikationsanbieter weist dem Rechner, den der Nutzer zur Einwahl in das Internet nutzt, für die Dauer der einzelnen Verbindung eine IP-Adresse zu, die er einem ihm zugeteilten Großkontingent entnimmt. Diese Adresse besteht aus einer mit einer Telefonnummer vergleichbaren, aus vier Blöcken gebildeten Ziffernfolge, die die Kommunikation vernetzter Geräte (z.B. Web- Server, E-Mail-Server oder Privatrechner) ermöglicht. Nach Beendigung der Verbindung wird die jeweilige IP-Adresse wieder freigegeben und steht erneut zur Verfügung. Aufgrund dieses Verfahrens erhält der einzelne Nutzer für jede Einwahl in das Internet in aller Regel eine unterschiedliche IP-Nummer (dynamische IP-Adresse). (Quelle: BGH, Urteil vom 03.07.2014, Az. III ZR 391/13)

Erklärvideo "IP-Adressen" der ARD (2:11 min)

Bei jeder E-Mail-Kommunikation wird die IP-Adresse des Absenders samt Zeitstempel dem jeweiligen Empfänger im E-Mail-Header mitübertragen.

Mobilfunkbetreiber setzen für den mobilen Internetzugang die sog. NAPT (Network Address Port Translation)-Technologie ein, bei der dynamische IP-Adressen zeitgleich mehrfach an verschiedene Nutzer vergeben werden. Eine Zuordnung zu einem Nutzer ist lediglich dem Netzbetreiber anhand intern vergebener Unteradressen, sog. Portnummern, möglich. Die Ermittlungsbehörden können die IP-Adresse beim Mobilfunkprovider gem. § 100j StPO abfragen.