Skimming

Beim Skimming erlangt der Täter mithilfe einer Kamera oder eines Tastaturaufsatzes die PIN des Nutzers eines Geldautomaten. Der Täter bringt außerdem ein Kartenlesegerät auf die jeweilige Einzugsvorrichtung des Geldautomaten für die verwendeten Zahlungskarten auf. Damit kann er die auf dem Magnetstreifen der Zahlungskarten gespeicherten Daten auslesen. Auf der Grundlage dieser Informationen stellt der Täter (meist ein anderes Bandenmitglied) Kartendubletten her, die zur Bargeldabhebung im Ausland eingesetzt werden.

Das Auslesen der auf dem Magnetstreifen der Zahlungskarten gespeicherten Daten ist nicht als Ausspähen von Daten gem. § 202a StGB strafbar, weil beim Verschaffen der Daten keine besondere Zugangssicherung überwunden wird (BGH, Beschluss vom 06.07.2010, Az. 4 StR 555/09). Das Übertragen der Daten auf die Kartendoublette ist als Nachmachen einer Zahlungskarte mit Garantiefunktion gem. §§ 152a, 152 b StGB strafbar. Die Bargeldabhebung mithilfe einer gefälschten Karte, die echte Bank- und Kontodaten tatsächlich existierender Personen enthält, ist als Computerbetrug gem. § 263a StGB strafbar.

Seit 2011 sind ec-Karten mit einem Chip versehen. Auf diesem Mikroprozessor werden die gespeicherten Daten verschlüsselt, so dass sie nicht mehr kopiert werden können. Sofern das Auslesen dennoch gelingt, liegt eine Strafbarkeit wegen Ausspähen von Daten gem. § 202a StGB vor.