Noch mehr Computerbetrug

Das Bundeskriminalamt veröffentlichte am 17.08.2017 das Bundeslagebild Cybercrime 2016, in dem es aktuelle Phänomene und Fallzahlen vorstellt. 82.649 Straftaten im Bereich Cybercrime wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 erfasst, die Aufklärungsquote lag bei 38,7 %.

Computerbetrug führt die Statistik an

Die Fälle von Computerbetrug haben um 148,8 % zugenommen und bilden fast drei Viertel aller Cybercrime-Straftaten (71 %).

(Quelle: BKA, Bundeslagebild Cybercrime 2016)

(Quelle: BKA, Bundeslagebild Cybercrime 2016)

2016 wurde ein Gesamtschaden von rund 50,9 Mio. Euro (2015: 40,51 Mio. Euro) im Bereich Computerbetrug erfasst. Der Anstieg beruht jedoch weniger auf einer vermehrten Tatbegehung als einer genaueren Erfassung in der Statistik. Delikte, die in den Vorjahren noch als (allgemeiner) Betrug erfasst wurden, werden jetzt eindeutig als Computerbetrug geführt.

Jung, männlich sucht

Was wissen die Ermittlungsbehörden über die Täter? Es handelt sich weit überwiegend um junge Männer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle: BKA, Bundeslagebild Cybercrime 2016)

Allerdings verfügen immer mehr „Hacker“ nicht über spezifische Fachkenntnisse, sondern kaufen die Schadsoftware im Darknet.

Es agieren daher nicht mehr ausschließlich hoch spezialisierte Täter mit umfassenden IT-Kenntnissen, sondern zunehmend auch Kriminelle ohne spezifische Fachkenntnisse, die für eine Tatbegehung erforderliches Know-how und Ressourcen käuflich erwerben bzw. ihre individuellen Fähigkeiten für die Begehung der Straftaten in heterogene Gruppen einbringen und arbeitsteilig zusammenwirken.

(Quelle: BKA, Bundeslagebild Cybercrime 2016)