IT-Durchsuchung – Was Administratoren beachten müssen

Die Gewinnung digitaler Beweismittel durch Datensicherung – die sog. IT-Durchsuchung – gehört zu jedem Wirtschafts- und IT-Strafrechtsverfahren. Dienstlich genutzte E-Mail-Konten sind für die Strafverfolgungsbehörden ebenso interessant wie Dokumente, die auf einem Laufwerk des Unternehmens abgelegt sind. Aber eine IT-Durchsuchung hat viele Verlierer.

Computerbetrug vor dem Landgericht Berlin

„Sechs Männer verschiedener osteuropäischer Nationalitäten sind angeklagt, über Hintermänner sogenannte „Phishing“- Mails verschickt zu haben, um an persönliche Bankdaten zu kommen. Auf diese Weise erbeuteten sie ein Jahr lang 750.000 Euro.“ (Quelle: RBB Abendschau vom 05.09.2017)

Rechtsanwalt Jens Palupski und Rechtsanwältin Diana Nadeborn verteidigen gemeinsam in einem Verfahren wegen Computerbetrugs vor dem Landgericht Berlin.

Update Vorratsdatenspeicherung 2017

Die Neuregelungen zur Vorratsdaten-speicherung sind zwar am 18.12.2015 in Kraft getreten – ihre Zukunft ist aber noch ungewiss. Dem Bundesverfassungsgericht liegen acht Verfassungsbeschwerden vor. Provider müssen die Speicherung erst ab 01.07.2017 umsetzen. Argumentationshilfe für die Gegner der Vorratsdatenspeicherung bietet der Europäische Gerichtshof mit Urteil vom 21.12.2016. Darauf fußt auch der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 22.06.2017, wonach ein Provider die Vorratsdatenspeicherung vorläufig nicht umsetzen muss.

Entschädigung für PC-Beschlagnahme

Wer durch eine Beschlagnahme einen Schaden erleidet, kann Entschädigung aus der Staatskasse verlangen. Auf Handy und Laptop bzw. PC will keiner verzichten, auch Tatverdächtige nicht. Die Beschlagnahme dieser Geräte für Ermittlungen sollte nur wenige Tage andauern, schließlich geht es in der Regel um die Auswertung der darauf gespeicherten Daten.