Gebt die Bitcoins frei!

Bitcoins spielen bei Straftaten und deren Ermittlung eine zunehmende Rolle. Sie werden als Zahlungsmittel beim Handel mit Zugangsdaten verwendet. Sie dienen der Verschleierung der Zahlungswege eines Betrugs mit anschließender Geldwäsche. Oder sie sind Tatbeute bei einer Erpressung mit Ransomware. Am Beispiel der digitalen Erpressung wird erklärt, welche Möglichkeiten zur Wiedererlangung der Bitcoins die Ermittlungsbehörden inzwischen haben.

Steckbrief eines Cyber-Kriminellen

TStraftaten, die mittels Informationstechnik begangen werden, kommen in vielen Formen. Das Bundesministerium des Innern betont in seinem Lagebericht zur IT-Sicherheit vom 17.12.2014, dass Cybercrime aufgrund seiner Gewinnerzielungsabsicht zu den Wirtschaftsstraftaten zählt und kategorisiert die Taten anhand der Geschädigten:

Cybercrime –aktuelles Lagebild (II)

Das Bundeskriminalamt zeigt sich in dem am 27.08.2014 veröffentlichten Cybercrime Bundeslagebild 2013, das auf der Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 beruht, besorgt: „Das Phänomen Cybercrime nimmt in der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung eine immer größere Rolle ein. Dabei entgrenzt das Internet die Kriminalität in nahezu allen Deliktsbereichen und bietet zugleich durch die Anwendung der zahlreich vorhandenen Verschlüsselungs- und Anonymisierungsmöglichkeiten eine geeignete Plattform zur Vorbereitung und Begehung von Straftaten.“

Digitale Erpressung von iPhone-Besitzern

iPhoneBereits seit dem Jahr 2012 beobachtet das Bundeskriminalamt eine Zunahme von sog. digitalen Erpressungen: Hacker erlangen durch Schadprogramme Zugriff auf das Endgerät eines Nutzers und sperren es; für die Freigabe des Geräts fordern sie ein online zu überweisendes Lösegeld. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beschreibt die gängigsten Verbreitungswege von Schadprogrammen: