Anstieg von Internet-Straftaten während der Corona-Krise

Verunsicherung und Unachtsamkeit von Privatpersonen und Unternehmen einerseits und Reduzierung der Überprüfung für eine möglichst schnelle Auszahlung durch die Behörden anderseits öffneten Tür und Tor für Cyberkriminelle. Sie passten ihre Techniken zur Erlangung von Daten und Geld umgehend an die aktuellen Umstände an.

Computerbetrug vor dem Landgericht Berlin

Sechs Männer verschiedener osteuropäischer Nationalitäten sind angeklagt, über Hintermänner sogenannte „Phishing“- Mails verschickt zu haben, um an persönliche Bankdaten zu kommen. Auf diese Weise erbeuteten sie ein Jahr lang 750.000 Euro.

(Quelle: RBB Abendschau vom 05.09.2017)

Rechtsanwalt Jens Palupski und Rechtsanwältin Diana Nadeborn verteidigen gemeinsam in einem Verfahren wegen Computerbetrugs vor dem Landgericht Berlin.

Computerbetrug durch Phishing & Pharming

computerbetrugNachdem Kriminelle Kundendaten durch Phishing-/ Pharming-Angriffe erlangt haben, verwenden sie die Daten für Online-Überweisungen, strafbar als Computerbetrug. Vorgehensweise und Strafbarkeit der Täter werden im dritten Teil der Beitragsserie zum Missbrauch des Online-Banking und dessen zivilrechtliche und strafrechtliche Folgen erläutert.

Mit Social Engineering ans Geschäftskonto

ChefSenioren müssen aufpassen, am Telefon nicht auf den Enkeltrick hereinzufallen und in dem erschlichenen Vertrauen Geld an Betrüger zu überweisen. Mitarbeiter von größeren Firmen werden hingegen per Email mit dem Cheftrick – auch CEO Fraud genannt – angegriffen. So konnten gut informierte Täter im August 2016 rund 40 Millionen Euro vom Auto-Zulieferer Leonie AG aus Nürnberg erbeuten, indem sie unter der vorgeblichen Email-Adresse des Chefs wichtige Zugangsdaten von Mitarbeitern erfragten.