Cybercrime –aktuelles Lagebild (II)

Das Bundeskriminalamt zeigt sich in dem am 27.08.2014 veröffentlichten Cybercrime Bundeslagebild 2013, das auf der Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 beruht, besorgt: „Das Phänomen Cybercrime nimmt in der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung eine immer größere Rolle ein. Dabei entgrenzt das Internet die Kriminalität in nahezu allen Deliktsbereichen und bietet zugleich durch die Anwendung der zahlreich vorhandenen Verschlüsselungs- und Anonymisierungsmöglichkeiten eine geeignete Plattform zur Vorbereitung und Begehung von Straftaten.“

Bundesinnenminister hält an Vorratsdatenspeicherung fest

Bild Verhaftung Kann durch Vorratsdaten-speicherung eine höhere Aufklärungsquote von Straftaten erreicht werden? Bundesinnenminister de Maizière erklärte anlässlich der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 am 04.06.2014: „Alarmierend ist aber die Entwicklung bei einzelnen Delikten, etwa der Computersabotage. Die Fälle haben hier nach einem rasanten Anstieg im Jahr 2012 im Jahr 2013 erneut um 17,6% (12.766 Fälle) zugenommen. Gleichzeitig stagniert die Aufklärungsquote im Bereich der Cyberkriminalität bei einem Wert von 25,3%. Bei Datenveränderung und Computersabotage sank die Aufklärungsquote sogar von 17,5% auf 9,2%.

Cybercrime – aktuelles Lagebild (I)

Bild PolizeiautoCybercrime – Was ist das und wenn ja, wie viele? Mit Computern und über das Internet werden jährlich hunderttausende Straftaten begangen, um Daten zu erlangen, zu manipulieren oder zu zerstören. Früher Informations- und Kommunikationstechnik (kurz: IuK) -Kriminalität genannt, fasst das Bundeskriminalamt heute unter dem Begriff „Cybercrime“ Straftaten zusammen, die sich gegen das Internet, weitere Datennetze, informationstechnische Systeme oder deren Daten richten sowie solche Straftaten, die mittels dieser Informationstechnik begangen werden (Quelle: BKA, Cybercrime Bundeslagebild 2012). Dazu zählt das BKA sechs Deliktsgruppen: