Zugang zu Raubkopien auf kinox.to

Kreshnik Selimi

Die Betreiber von kino.to hatten seit 2008 monatlich 150.000 EUR für die Platzierung von Werbung auf ihrer beliebten Streaming-Linksammlung eingenommen, haben die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden ergeben. Ähnliche Größenordnungen dürften auch die Umsätze der Selimi-Brüder als mutmaßliche Betreiber des „offiziellen Nachfolgers“ kinox.to erreicht haben.

Haftbefehle gegen kinox.to Betreiber

Kastriot Selimi

Gegen die Selimi-Brüder wurde Haftbefehl erlassen und nun international gefahndet. Sie sollen vom Kinderzimmer ihres Elternhauses in Lübeck aus das Portal kinox.to betrieben haben, das am 10.07.2011 als „offizieller Nachfolger“ der nur wenige Wochen zuvor vom Netz genommenen Webseite kino.to in Erscheinung trat.

Streaming – nur schauen, aber nicht speichern

RedtubeMittlerweile weiß jedes Kind: Wer Raubkopien anfertigt, macht sich strafbar. Wer ein urheberrechtlich geschütztes Werk auf eine DVD brennt, um sie z. B. auf einem Flohmarkt zu verkaufen, oder auf den Server einer Online-Tauschbörse hochlädt, begeht eine unerlaubte Vervielfältigung (§ 106 UrhG). Seit im Dezember 2013 mehr als 10.000 Nutzer des Videoportals Redtube zivilrechtlich abgemahnt wurden, wird diskutiert, ob schon das reine Betrachten eines Videostreams eine urheberrechtsrelevante Vervielfältigung darstellt, wegen der sich der Nutzer schadensersatzpflichtig und strafbar machen kann.