Keine heimliche Beschlagnahme von Emails

Berliner Anwaltsblatt JanFeb2016Die Beschlagnahme von Emails darf nicht heimlich erfolgen. Wenn die Staatsanwaltschaft sich dafür an den Provider wendet, muss sie den Beschuldigten im Anschluss darüber informieren. In der Praxis erfährt der Beschuldigte davon jedoch häufig erst im Rahmen der Akteneinsicht. Dann wurden die Beweismittel bereits ausgewertet und eine Beschwerde dagegen kommt zu spät. Der Bundesgerichtshof kritisierte die fehlende Mitteilung an den Beschuldigten und betonte, dass Ermittlungsbehörden die Beschlagnahme nicht aus ermittlungstaktischen Gesichtspunkten verheimlichen dürfen. Mehr dazu können Sie in meinem Beitrag im Berliner Anwaltsblatt, Heft 1-2/2016, S. 31 lesen.